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Es gibt zwei Formen der Kindertagespflege, einmal die nach § 23 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) und die nach §3 Abs. 3 des sächsischen Gesetzes zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG). Was ist der Unterschied zwischen Beiden? Erfolgt die Betreuung des Kindes als alternatives Angebot der Gemeinde an Stelle der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung, sind die Gesetze  über Kindertageseinrichtungen (SächsKitaG) anzuwenden. In allen anderen Fällen findet §23 SGB VIII Anwendung.

  

Verträge

Bei jeder Form der Kindertagespflege ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen den Eltern und der Tagespflegperson notwendig. Bei Kindertagespflege nach SächsKitaG wird zusätzlich ein Vertrag zwischen Gemeinde und Tagesmutter, sowie zwischen Eltern und Gemeinde abgeschlossen.

 

Pflegeerlaubnis

Betreut eine Tagesmutter

-Kinder außerhalb der elterlichen Wohnung

-während des Tages

-mehr als 15 Stunden wöchentlich

-gegen Entgelt

-länger als drei Monate

benötigt sie eine Pflegeerlaubnis. Nur bei Vorliegen aller genannten Kriterien liegt eine Erlaubnispflicht vor.

Die Erlaubnis befugt zur Betreuung von bis zu fünf fremden Kindern und ist auf  fünf Jahre befristet. Danach muss diese komplett neu beantragt werden.

Die Erlaubnis kann auch für weniger Kinder erteilt werden.

Um eine Erlaubnis zu erhalten, müssen folgende Bedingungen nach § 23 Abs. 3 Satz 1 SBG VIII erfüllt werden.

Tagespflegepersonen müssen durch ihre Persönlichkeit und ihre Sachkompetenz den Bedürfnissen des Kindes und den Anforderungen an seine Bildung, Betreuung und Erziehung gerecht werden.

Die persönliche Eignung ist auch durch Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nachzuweisen.

Die gesundheitliche Eignung ist durch ein Gesundheitszeugnis zu belegen

Die fachliche Eignung ist mit einer Fortbildung nach dem Curriculum des deutschen Jugendinstitutes zur Fortbildung von Tageskinderbetreuern nachzuweisen, soweit nicht eine Qualifikation nach §1 SächsQualiVO vorliegt.

Kindgerechte Räumlichkeiten mit ausreichend Spielraum, altersgerechte Ausstattung, ausreichend Schlafmöglichkeiten, gute hygienische Verhältnisse und die Gewährleistung der Sicherheit der Kinder sind Grundvoraussetzungen für die Kindertagespflege. Die Prüfung der Eignung von Räumlichkeiten wird vom örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe durch eine Eignungsprüfung vorgenommen.

 

Unfallversicherung Tagesmutter

Betreut eine Tagespflegeperson regelmäßig Kinder aus verschiedenen Familien, so ist dies eine selbständige Tätigkeit und es besteht eine gesetzliche Versicherungspflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII. Zuständiger Versicherungsträger ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

 

Unfallversicherung Tagespflegekinder

Seit 01.10.2005 besteht über die Unfallkasse Sachsen auch Versicherungsschutz für Kinder die durch eine geeignete Tagesmutter betreut werden. Geeignet heißt, die Tagesmutter ist nach § 23 Abs. 3 SGB VIII durch die Jugendhilfe geprüft.

Der Versicherungsschutz besteht während der gesamten Dauer der Betreuung, sowie auf dem Weg von der Wohnung der Kinder zur Tagespflegestelle und zurück.

Dies gilt auch für privat organisierte Tagespflege und ist nicht an eine öffentliche Förderung gebunden.

 

Rentenversicherung

Tagesmütter sind grundsätzlich versicherungspflichtig nach § 2 Satz 1-2 Nr. 1 SGB VI.

Das heißt Tagesmütter müssen sich in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern, es sei den ihr steuerpflichtiges Einkommen liegt unter 400€ im Monat.

 

Krankenversicherung

Liegt das Einkommen der Tagesmutter über 355,-€ muß sie sich selbst in einer Krankenkasse versichern, liegt es darunter kann sie sich über ihren Ehepartner familienversichern.

 

Finanzamt

Eine Tagesmutter muss beim Finanzamt ihre freiberufliche Tätigkeit melden.