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Pädagogisches Konzept

von

Dana´s

Schnullerbrigade

 

 

 

Inhalt

1. Vorwort
2. Ich
3. Geschichte
4. Fort- und Weiterbildung meiner Person
5. Mein Haus als Tagespflegestelle
6. Der gesetzliche Auftrag
7. Wie sehe ich meinen Bildungsauftrag
8. Mein Bild vom Kind
9. Spiel als Haupttätigkeit unserer Kinder
10. Eingewöhnung
11.Pädagogische Ziele für Kinder von 0-3 jhre
11.1. Somatische Bildung
11.2. Soziale Bildung
11.3. Kommunikative Bildung
11.4. Ästhetische Bildung
11.5. Naturwissenschaftliche Bildung
11.6. Mathematische Bildung
12. Zusammenarbeit mit den Eltern
13. Betreuungszeiten
14. Tagesablauf
15. Mahlzeiten
16. Schlusswort


1. Vorwort

Mein Konzept soll jedem Interessierten, vor allem aber den Eltern meiner Tagespflegekinder, meine Arbeit so gut wie möglich erläutern und darlegen. Es beinhaltet Näheres über mich und meine Familie, es beschreibt die Räumlichkeiten meiner Tagespflegestelle und gibt einen kurzen Einblick in die Entstehung von Danas Schnullerbrigade. Es erklärt meine pädagogische Arbeit und gibt Auskunft über Betreuungszeiten, Tagesablauf und einen kurzen Einblick wie ich mir unsere Zusammenarbeit wünsche.

2. Ich

 
Ich bin im Oktober 1973 geboren, nach Abschluss der 10.Klasse habe ich eine Lehre zur Obstgärtnerin absolviert. Danach arbeitet ich 1 ½ Jahre als Kinderfrau und betreute 3 Kleinkinder im Alter von 16, 16 und 6 Monaten.
1996 heiratete ich und besuchte eine Weiterbildung für Floristik und Verkauf. Anschließend habe ich, bis meine beiden Kinder zur Welt kamen (1998 Nico und 2001 Colin), als Floristin und Verkäuferin gearbeitet.
Im Jahr 2004 belegte ich einen Vorbereitungskurs für Tagesmütter im Familienzentrum Radebeul.
An der vom Bundesverband für Tagesmütter vorgeschriebenen Qualifizierung nahm ich 2005 teil und bestand die abschließende Prüfung erfolgreich.
Das Curriculum zur Umsetzung des sächsischen Bildungsplanes in der Kindertagespflege besuchte ich von September 2011 bis Januar 2013. Auch dieser Lehrgang wurde mit einer Prüfung abgeschlossen.
Im September 2012 begann ich mit einer berufsbegleitenden Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Hierfür werde ich bis 2016 die Freien Fachschule für Sozialwesen besuchen. Freitagabends und an vielen Samstagen findet dort unser Unterricht statt.
 
 
Dana, Colin, Nico und Falk Leube, Dezember 2008 Foto von Dirk Sporkenbach
 
3. Geschichte

Nach Beendigung  des Erziehungsurlaubes stellte sich für mich die Frage, wie ich nun meine berufliche Zukunft gestalten wollte und konnte.
Auf die Idee als Tagesmutter zu arbeiten, brachte mich eine alte Schulfreundin.
Kurz darauf reichte ich alle erforderlichen Unterlagen beim zuständigen Jugendamt ein und bekam im März 2004 meine Pflegeerlaubnis zur Aufnahme von Tagespflegekindern.
Am 1. März 2005 übergab mir unsere Gemeinde das erste Kind zur Tagespflege, Mitte des Monats kam ein Zweites hinzu. Ab Juni gab es dann schon vier Kinder und ein halbes Jahr später war auch der letzte Platz belegt. Die anfängliche Skepsis der Eltern verflog recht schnell. Seither gibt es selten einen freien Platz in Danas Schnullerbrigade, meist sind die Plätze schon Monate im Voraus ausgebucht.
Haben sie Interesse an einem Platz, so melden sie sich so früh wie möglich bei mir.
Als Tagesmutter darf ich maximal fünf Kinder betreuen, mit diesen fünf Plätzen bin ich zurzeit im Bedarfsplan unserer Gemeinde. Das heißt für die Eltern, sie zahlen den gleichen Elternbeitrag für die Unterbringung ihres Kindes wie für einen Krippenplatz in unserer Gemeinde.
 
4. Fort- und Weiterbildung meiner Person

Wie schon im Kapitel “Ich“ erwähnt, habe ich einen Grundkurs für Tagesmütter, die gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierung für Tagespflegepersonen sowie das bisher freiwillige  Bildungscurriculum zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes in der Kindertagespflege erfolgreich bestanden.
Ich bin verpflichtet an mindestens 20 Weiterbildungsstunden pro Jahr teil zunehmen.
Als Tagesmutter muss ich außerdem aller zwei Jahre einen 1. Hilfe-Kurs für Kinder belegen.
Im September 2012 habe ich mit einer Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher begonnen, diese Ausbildung absolviere ich bis 2016 berufsbegleitend. Freitagabends und an vielen Samstagen bin ich deshalb in der Freien Fachschule für Sozialwesen in Dresden zum Unterricht. Eine Beeinträchtigung der Betreuungszeiten entsteht für die Eltern kaum, nur freitags müssen alle Kinder bis 15 Uhr abgeholt werden.
 
5. Mein Haus als Tagespflegestelle

Seit 2003 wohnen wir in Cunnersdorf, in einem kleinen ruhigen Dorf der Gemeinde Ebersbach.
Wir, das sind mein Ehemann Falk, meine Söhne Nico und Colin, unsere Katzen Garfield und Teddy und natürlich ich. Durch die familiennahe Betreuung haben die Tagespflegekinder auch Kontakt zum Rest meiner Familie.
Unser Haus ist ein altes Bauernhaus mit viel Platz innen und außen.
Ein großes Spielzimmer im Erdgeschoß des Hauses ist das Herzstück der Kinderbetreuung, hier darf nach Herzenslust gespielt und getobt werden.
Große Regale ermöglichen ein übersichtliches Spielzeugangebot und viel Platz zum Spielen im restlichen Raum. Ein integrierter Wickeltisch zum Ausklappen ermöglicht das Wickeln der Kinder und bietet  Platz für Windeln und Wechselsachen jedes einzelnen Kindes. Unser im Januar 2013 montierter Tisch, lässt sich hochklappen und schafft uns so mehr freien Spielraum. Hochgeklappt dient er dann als Malstaffelei. Unsere große Kuschelblüte lädt die Kinder zum entspannen und kuscheln ein.
In der Garderobe hat jedes Kind sein eigenes Stühlchen, sein eigenes Fach und seinen eigenen Haken, um seine Straßenkleidung ordentlich verstauen zu können. Darüber befindet sich eine große Pinnwand an der immer die „neusten Nachrichten“ aushängen.
Im Bad hat jedes Kind sein eigenes Töpfchen, seinen  Zahnputzbecher und sein Handtuch.
Im Garten stehen eine Rutsche und eine kleinkindsicheres Klettergerüst. Unser Sandkasten liegt unter einem Schauer, so dass wir auch bei Regenwetter darin buddeln können. Eine Abdeckung hält Katzen fern, sodass der Sand sauber bleibt. Das großes Angebot an Dreirädern, Bobbycars, Rollern und ähnlichem Spielmaterial ermöglicht den Kindern ausreichend Bewegung auf verschiedenste Weise.
Für den Mittagsschlaf steht für jedes Kind ein  Reisebett zur Verfügung. Bettwäsche, Decken und Kuscheltiere werden von mir zur Verfügung gestellt. Sollte ihr Kind einen Schlafsack oder sein bestimmtes Kuscheltier benötigen, so bringen Sie dieses bitte mit.
Die Mahlzeiten nehmen wir meistens in unserer geräumigen Küche ein. Dafür hat jedes Kind seinen eigenen  Tripp-Trapp-Stuhl, der auf die jeweilige Größe des Kindes angepasst ist, um eine gemütliche, entspannte und altersgerechte Mahlzeit einnehmen zu können.
Für unsere Spaziergänge steht ein 4-sitziger und ein 2-sitziger Krippenwagen zur Verfügung.
Ein- bis zweimal im Jahr kommt der Fotograf (Dirk Sporkenbach aus Medingen) und fotografiert die Kinder. Die Eltern können dann entscheiden, welche Bilder von ihrem Kind sie gern haben möchten.
Auf Anfrage sind auch Familien- oder Geschwisterfotos, wenn nötig mit Hund, Katze und Maus möglich.
Einmal jährlich wird meine Tagespflegestelle durch das Jugendamt geprüft. Die zuständige Bearbeiterin kommt uns dann an einem Vormittag besuchen.
 

 
6. Der gesetzliche Auftrag

Die gesetzlichen Grundlagen für meine Arbeit sind der §22 des SGB VIII (Förderung in Tageseinrichtungen), der §23 des SGB VIII (Förderung in Kindertagespflege) sowie das Sächsische Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG). Hierin heißt es unter anderem „Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege begleiten, unterstützen und ergänzen die Bildung und Erziehung des Kindes in der Familie. Sie bieten dem Kind vielfältige Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Familienrahmen hinaus. Sie erfüllen damit einen eigenständigen alters- und entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag...ˮ (SächsKitaG §2 Abs.1)
Desweitern bin ich verpflichtet, bei meiner Arbeit den §8a des SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) zu beachten.
 
7. Wie sehe ich meinen Bildungsauftrag

Meine Arbeit soll familienunterstützend und familienergänzend sein, eine Zusammenarbeit mit den Eltern ist mir sehr wichtig.
Als  Tagesmutter und angehende Erzieherin ist es meine Aufgabe, das Kind zu begleiten, zu unterstützen, anzuregen und ihm bei Bedarf helfend zur Seite zu stehen. Das Wahrnehmen und Respektieren der unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder spielt hier eine entscheidende Rolle.
Meine Arbeit orientiert sich an den Vorgaben des Sächsischen Bildungsplanes. Die hierfür erforderliche Ausbildung, habe ich wie oben schon erwähnt, im Januar 2013 abgeschlossen.
So unterschiedlich das Äußere unserer Kinder ist, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse.
Die Kinder sollen sich bei mir zu selbstbewussten, selbstständigen und kontaktfreudigen Persönlichkeiten entwickeln.
Sie sollen wichtige Eigenschaften wie Rücksicht, Toleranz, Geduld, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein entwickeln.
Die Kinder werden lernen, ihre Gefühle und Wünsche zu äußern und auch nach außen zu vertreten, sie werden aber auch genauso lernen, die Gefühlen und Wünsche anderer zu verstehen, zu akzeptieren und darauf Rücksicht zu nehmen.
Jedes einzelne Kind muss spielen, lernen, erkunden, ausprobieren, erkennen, erschnuppern und erfühlen können. Es soll seine Umwelt mit all seinen Sinnen erforschen dürfen.
Auf gesunde abwechslungsreiche Ernährung werde ich besonders achten und das nicht nur in unserer Obstpause am Morgen.
Um all diese Erlebnisse ihres Kindes für sie fest zuhalten und nachvollziehbar zu machen, gestalte ich für jedes Kind ein sogenanntes Portfolio. Darin werden alle wichtigen Entwicklungsschritte und Erlebnisse in Wort und Bild  dokumentiert. Am Ende der Betreuungszeit dürfen Sie diese Sammlung als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Meine Tagespflegstelle ist konfessionsunabhängig, die religiöse Erziehung obliegt dem Elternhaus.
 
8. Mein Bild vom Kind

Jedes Kind ist individuell und einzigartig.
Das Bild vom Kind hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Ein Kind galt früher als Arbeitskraft, hatte keine Rechte aber viele Pflichten. Es musste gehorsam und fügsam sein, sonst drohten ihm bittere Strafen.
In unserer heutigen Zeit gilt ein Kind als wertvolles Gut, als einmalig und als etwas Besonderes.  Es soll sich gewaltfrei entfalten können ohne Unterscheidung nach Herkunft, Religion oder Sonstigen. Das Kind heute darf erforschen und erproben, es ist Hauptakteur seiner eigenen Entwicklung. Im Auseinandersetzen mit seiner Umwelt bildet sich ein Kind selbst. Seine vorhandenen Fähigkeiten und Potenziale ermöglichen es ihm, sich ein Bild von seinem Ich und der Welt zu machen. So entwickelt es seine eigene Persönlichkeit. Mit allen Sinnen erkundet das Kind seine Umwelt. Der Erwachsene ist Begleiter, Bezugsperson, Rahmengeber und Förderer.
Ein Kind ist für mich eine eigenständige Persönlichkeit die Hilfe von Erwachsenen benötigt, um eigenverantwortlich werden zu können. Das heißt, einem Kind so viel Hilfe wie nötig zu geben, aber nur so wenig wie notwendig. Dabei ist es wichtig, genau auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes zu achten. Ein Kind muss dort abgeholt werden, wo es steht.
 
9. Spiel als Haupttätigkeit unserer Kinder

Spielen heißt lernen, deshalb ist Spielen die Hauptbeschäftigung in meiner Tagespflegestelle.
Das Ziel des Spieles ist es, bestimmte Entwicklungsschritte zu bewältigen. Die Entwicklungsziele für Kinder sind gleich (laufen, sprechen,... können). Den Zeitpunkt, den Weg und das Tempo dahin bestimmt jedoch jedes Kind selbst. Eine individuelle Betreuung, auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt, ist deshalb von großer Wichtigkeit.
Kinder brauchen das freie Spiel, wobei sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Deshalb ist es wichtig, den Kindern nicht ein pädagogisch wertvolles Spielzeug nach dem anderen zu präsentieren, sondern ihnen freien Raum und freie Zeit für sich selbst zu lassen. Ein Eingreifen ins Spiel der Kinder kann deren Ziel zerstören und sollte möglichst vermieden werden. Manchmal ist das Anwesendsein, Zuschauen und Beobachten die beste Möglichkeit, ein Kind in seinem Forschen zu unterstützen. Hilfestellung sollte man nur geben, wenn es das Kind benötigt oder einfordert. Es ist sinnvoll, den Kindern auch in Alltagsituationen das Mitmachen und Ausprobieren zu ermöglichen.
Ein großes Problem, was ich heutzutage immer wieder beobachte, ist meines Erachtens die Überforderung. Alle Eltern wollen nur die bestmögliche Förderung für ihr Kind. Manchmal übersehen sie jedoch, wie wichtig die freie Zeit für ein Kind und seine Entwicklung ist. Einen straffen Zeit- und Wochenplan, wie es ihn in manchen Familien gibt, sehe ich sehr kritisch. Es bedarf nicht eines täglichen Fördertermins (Musikschule, Tanzen, Sportgruppe, Englischlehrgang) um ein Kind bestmöglich zu fördern. Die freie Zeit mit Ihnen erscheint mir oft viel wichtiger. Das heißt nicht, dass ich gegen solche Fördermöglichkeiten bin, aber die Anzahl sollte sich in Grenzen halten und der Spaß für das Kind muss im Vordergrund stehen.
 
 
 
 
10. Eingewöhnung

Für die Kinder ist die Tagespflegestelle meist der erste außerfamiliäre Kontakt und eine langsame Eingewöhnung ist notwendig, damit sie sich allmählich an die neue Situation gewöhnen können.
Voraussetzung für das freie Forschen, ist eine sicher Bindung zur jeweiligen Bezugsperson (Mutter, Vater, Erzieherin, Tagesmutter). Nur ein Kind das Vertrauen in seine Umwelt hat, ist bereit, diese zu erkunden und zu erobern. Aus diesem Grund ist eine gute Eingewöhnung Voraussetzung für das Gelingen meiner Arbeit. Der  schrittweise und sanfte Übergang in die „neue Welt“ zählt deshalb zum ersten Ziel meiner Arbeit mit Ihrem Kind. Diese Eingewöhnung dauert in der Regel zwei Wochen. Manche Kinder brauchen aber auch weniger oder mehr Zeit. Eine individuelle Eingewöhnung für jedes einzelne Kind ist meinerseits garantiert. Die Eingewöhnung erfolgt mit einer dem Kind gut bekannten Bezugsperson (Mama, Papa, Oma). Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn mich das Kind als Bezugsperson akzeptiert. Das heißt nicht, dass es nicht weinen darf, wenn die Begleitperson geht. Es darf zeigen, dass es lieber mit Ihnen zusammen hier wäre und Sie sollten stolz darauf sein. Es zeigt eine sehr gute Bindung zwischen Ihnen und ihrem Kind. Aber es sollte sich von mir in kurzer Zeit trösten lassen. Weitere Einzelheiten zur Eingewöhnung erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit mir.
 
 
Eingewöhnung mit Oma
 
11. Pädagogische Ziele für Kinder von 0-3 Jahre

Einen schon Wochen vorher geplanten pädagogischen Ansatz gibt es bei mir nicht. Meine Planungen erfolgen aufgrund des Alters der Kinder meist kurzfristig, spontan und dem Bedarf der Kinder folgend. Mir ist es wichtig, auf aktuelle Bedürfnisse und Wünsche der Kinder einzugehen. Langfristige Planungen gibt es meist nur für Feste und Feiern.
Die pädagogischen Ziele meiner Arbeit möchte ich anhand des sächsischen Bildungsplanes näher erklären. In sechs Bereiche gliedert dieser Plan die Bildung unserer Kinder.
 
11.1. Somatische Bildung

Soma bedeutet Körper. In diesen Bereich fallen zum Beispiel Bewegung, Gesundheit und Ernährung.
Für ausreichend Bewegung ist bei mir drinnen und auch draußen gesorgt. Drinnen können die Kinder auf unsere Bank vor dem Fenster und in die Kuschelblüte klettern, sie können durch einen Kriechtunnel robben und sich im Raum frei bewegen. Draußen gibt es verschiedenste Fahrzeuge, wie Laufrad, Bobbycar, Dreirad und mehr. Außerdem stehen eine Rutsche und ein Klettergerüst zur Verfügung.
Die Gesunderhaltung der Kinder spielt heutzutage eine wichtige Rolle, sie liegt mir deshalb sehr am Herzen. Viele Eltern können es sich nicht leisten, längere Zeit auf ihrer Arbeitsstelle auszufallen. Allein durch die geringe Gruppenstärke treten bei mir meist weniger Krankheitsfälle auf als in einer Kita. Doch ganz vermeiden lässt es sich leider nicht, dass ein Kind hin und wieder krank wird. In diesem Fall möchte ich die Eltern bitten, auch in Rücksicht auf die anderen Kinder, ihr krankes Kind zu Hause zu betreuen.
Der Vorsorge fällt ein wichtiges Augenmerk zu. Angefangen bei einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung, über den täglichen Aufenthalt an der frischen Luft bis hin zu guten hygienischen Bedingungen, all das bietet sich den Kindern bei mir. Ebenfalls zur Vorsorge gehört die regelmäßige ärztliche Untersuchung ihres Kindes. In Deutschland gibt es ein engmaschiges Netz an Vorsorgeuntersuchungen. Ich möchte sie bitten, diese regelmäßig wahrzunehmen, sodass Probleme rechtzeitig erkannt werden können. Zum Verdeutlichen ein kleines Beispiel: Ein Kind, das nicht richtig hört, wird Probleme mit der Sprachentwicklung bekommen, diese wiederum ist Voraussetzung für das spätere Lesen und Schreiben.
 
11.2. Soziale Bildung

Soziale Regeln lernt ein Kind beim Spiel mit anderen Kindern und beim Kontakt mit Erwachsenen. Das gemeinsame Miteinander, das gegenseitige Respektieren, das Erleben von Werten und Normen, all das gehört in diesen Bereich. Nach der ersten zarten Kontaktaufnahme spielen Kleinkinder anfangs eher nebeneinander. Das Miteinander spielen will gelernt sein. Beim Streit um ein bestimmtes Spielzeug lernt ein Kind sich durch zusetzen oder auch mal abzugeben. In solchen Situationen versuche ich die Kinder selbst ihr Problem lösen zu lassen. Ich greife erst ein, wenn die Kinder gar keine Lösung finden und der Streit sich verfestigt oder ein Kind noch zu jung ist und sich nicht durchzusetzen weiß.
Das gemeinsame Miteinander wird von mir sanft gefördert. "Willst du nicht mit der Klara die Puppe füttern" oder "Lässt du den Moritz auch einmal einen Baustein aufstecken?".
Auch das gemeinsame Aufräumen zählt zur sozialen Bildung. Schon einjährige Kinder wissen recht schnell, wo welches Spielzeug hin gehört.
Feste und Rituale, wie unser täglicher Guten-Morgen-Kreis zählen ebenfalls zur sozialen Bildung. Kleine Entscheidungen, wie zum Beispiel, welches Lied singen wir heute beim Guten-Morgen-Kreis oder wohin gehen wir heute bei unserem Spaziergang, dürfen die Kinder selbst treffen.
Wichtig in diesem Bereich ist auch, dass wir mit gutem Beispiel voran gehen. Vorleben statt Predigen heißt die Devise. Ein kleines Beispiel aus dem Alltag: Sie bestehen darauf, dass sich das Kind beim Trinken hinsetzt, selbst trinken Sie jedoch im Stehen. Diesen Widerspruch wird ein Kind nicht verstehen. Verlangen Sie bitte nur Dinge von ihrem Kind, die Sie auch immer so tun.
 
11.3. Kommunikative Bildung

Paul Watzlawick sagte "Man kann nicht nicht kommunizieren". Denn auch ohne Sprache kommunizieren wir miteinander. Die Mimik, die Gestik, die gesamte Körperhaltung hat ihre eigene Sprache. Für mich als Tagesmutter bedeutet das, vor allem bei der Arbeit mit Kleinstkindern, die sich noch nicht über das gesprochen Wort mitteilen können, ein genaues Beobachten und Wahrnehmen.
Sobald dann die ersten Worte, wie Mama oder Papa, über die Lippen kommen, ist ein großer Schritt getan. Eine gute Sprachförderung heißt für mich Vorbild sein. Reden, Erklären, Vorlesen, all das sind wichtige Voraussetzungen für eine gelingende Sprachförderung. Ein Kind darf jedoch zu nichts gezwungen werden. Sagt ein Kind zum Beispiel "Mama Datze da" sollten man auf keinen Fall darauf bestehen, dass das Kind Katze richtig wiederholt. Der Satz "Ja das ist eine Katze" reicht hier völlig aus. Sollten Sie sich wegen der Aussprache ihres Kindes sorgen, so sprechen Sie mich darauf an. Anhand von Entwicklungstabellen kann ich ihnen zeigen, ob ein Besuch bei Arzt notwendig ist. Ich werde jedoch auch von mir aus auf Sie zukommen, sollte ich starke abweichende  Entwicklungen beobachten.
 
11.4. Ästhetische Bildung

In diesen Bereich fallen Musik, Tanz, Theater und das bildnerische Gestalten. Bei all diesen Dingen ist nicht das Ergebnis bedeutsam, sondern der Weg dahin. Auf dem freien Entfalten und Ausprobieren liegt hier der Schwerpunkt. Eltern sehen gern ein gelungenes Ergebnis, darin liegt jedoch nicht der Sinn.
Eine tolle Bastelei ist für kleine Kinder nur mit Hilfe zu erreichen. Hin und wieder biete ich den Kindern vorgefertigte Materialien an. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass die Kinder viel lieber selbst probieren ohne ein besonderes Ergebnis zu produzieren. Bitte nehmen Sie darauf Rücksicht und loben Sie auch kreative Werke ihres Kindes, die keinen Sinn erkennen lassen. Es wird sich darüber freuen.
Auch die musische Erziehung sollten Sie gelassen angehen. Seien Sie Vorbild, singen oder summen Sie ihrem Kind etwas vor. Manches Kind beginnt frühzeitig mit der Nachahmung, ein anderes hört und schaut lieber zu oder klatscht vielleicht begeistert mit. In unserem täglichen Guten-Morgen-Kreis erlebe ich dies immer wieder.

 
Wir malen mit Händen und Füßen und was sich sonst noch findet (einer hatte es mit seinem Po probiert)!

11.5. Naturwissenschaftliche Bildung

Nicht nur auf unseren Spaziergängen beobachten wir unsere Natur, die Tiere, die Pflanzen und die Umwelt. Auch bei mir zu Hause stehen ausreichend Erfahrungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wieso rollt die Kugel unserer Kugelbahn nur hinunter und nicht wieder hinauf? Wieso sehe ich mich und Andere im Spiegel? Wieso passt der runde Baustein in das Loch und der Eckige nicht? Wieso darf ich im Sommer barfuß laufen und im Winter nicht? Dies und viele, viele weitere Fragen beschäftigen ein Kind. Ihm ausreichend Anreize und Möglichkeiten zu bieten ist hier meine Aufgabe.
 



11.6. Mathematische Bildung

Mathematik ist nicht nur Rechnen können. Mathematik ist auch das Ordnen, zum Beispiel nach Farben oder Formen, dass Sortieren nach groß und klein, das Wiegen und Messen und vieles mehr.
Mathematik für unseren Kleinsten ist zum Beispiel das Steckspiel mit unterschiedlichen Formen und Größen, der Turm aus Bausteinen, das Steckpuzzle mit verschiedenen Autos und Anderes. All das finden die Kinder bei mir in verschiedensten Ausführungen und für verschiedene Altersgruppen. Für mich anfangs etwas überraschend war die Erkenntnis, dass schon unter Dreijährige bis mindestens zehn zählen können und dass  sie teilweise spontan erkennen können, dies sind drei rote Bausteine.
 
12. Zusammenarbeit mit den Eltern

Elternarbeit heißt für mich Erziehungspartnerschaft. Nur gemeinsam sind wir in der Lage das Beste für Ihr Kind zu erreichen. Der regelmäßige Austausch über Erfahrungen und Probleme stellt eine wichtige Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit dar. Kurze Tür- und Angelgespräche über aktuelle Ereignisse sind deshalb für meine Arbeit enorm wichtig. Aber auch Sie erhalten so einen fortlaufenden Überblick über den Aufenthalt ihres Kindes bei mir. Für längere Gespräche ist eine Terminvereinbarung außerhalb der Betreuungszeiten sinnvoll, sodass ich mir ausreichend Zeit für Ihre Fragen und Sorgen nehmen kann.
Als Eltern haben Sie jederzeit das Recht, umfassend über meine Arbeit mit den Kindern informiert zu werden.
Sollte Ihnen einmal etwas nicht gefallen, sprechen Sie bitte rechtzeitig mit mir darüber, ein kleines Problem lässt sich leichter lösen, als viele, die sich über Wochen angestaut haben. Dasselbe werde ich tun und auf Sie zukommen, sollte ich meinerseits Probleme sehen.
Für unsere gemeinsame Zeit ist es wichtig, dass alle sich wohlfühlen. Deshalb organisiere ich mindestens einmal jährlich ein paar gemütliche, gemeinsame Stunden mit allen Kindern und Eltern. Meist ist dabei meine Familie anwesend.
 
13. Betreuungszeiten

Eine Betreuung der Kinder ist Montag bis Donnerstag von 6.00 bis 17.00 Uhr und Freitag, aufgrund meiner Ausbildung, derzeit von 6.00 bis 15.00 Uhr möglich. Betreuung außerhalb dieser Zeiten ist nur nach vorheriger Absprache in besonderen Fällen möglich. Die Betreuungszeiten des jeweiligen Kindes, werden im Betreuungsvertrag schriftlich vereinbart, Änderungen bedürfen der Schriftform.
Die Gemeinde Ebersbach bieten Betreuungsplätze mit einem Umfang von 4,5h, 6h, 9h und über 9h an.
Nach dem gewählten Betreuungsrahmen errechnet sich das Elterngeld. Die aktuellen Gebühren können Sie bei mir oder der Gemeinde erfragen.
Überschreitungen der von der Gemeinde oder privat bezahlten Betreuungszeit sind möglich und müssen rechtzeitig im Voraus bekannt gegeben werden. Diese werden dann mit 5,-€ pro angefangener halben Stunde berechnet.
Überschreitungen ohne vorherige Bekanntgabe werden mit 7,-€ pro angefangener Stunde berechnet.
Pro Jahr habe ich 20 Urlaubs- und 5 Weiterbildungstage seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen. Den Urlaubs- und  Weiterbildungsplan gebe ich spätesten im Dezember des Vorjahres bekannte, sodass für die Eltern die Möglichkeit besteht, ihren Urlaub danach zu richten. Sollte dies einmal nicht möglich sein, ist eine Betreuung über die Gemeinde sichergestellt (gilt nicht für privat gezahlte Betreuung). Die Kinder werden dann in eine der umliegenden Kinderkrippen der Gemeinde vermittelt. Das Gleiche gilt für mögliche Krankzeiten meinerseits.
 
14. Tagesablauf

Der folgende Tagesablauf gibt einen Überblick über den Zeitplan in Danas Schnullerbrigade. Bei Kleinstkindern kommt es vor, dass dieser Plan nicht mit ihrem Rhythmus übereinstimmt. In diesem Fall werde ich mit den Eltern einen individuellen Betreuungsplan abstimmen. Ein Kind das vormittags noch mal ein Schläfchen braucht, wird dieses auch bekommen.
 
7.30 Uhr Frühstück (bei Bedarf)
9.00 Uhr Guten-Morgen-Kreis
9.15 Uhr Obstpause
9.30 Uhr Spaziergang, Aufenthalt an der frischen Luft (bei Wind und Wetter)
11.00 Uhr Mittagessen
12.00 Uhr Mittagsschlaf
14.30 Uhr Vesper
 
Dazwischen haben die Kinder ganz viel Zeit für das freie Spielen, geplante Angebote werden von mir sorgsam und mit Bedacht in den Tagesablauf integriert.
Für einen ungestörten Ablauf ist es wichtig, dass Kinder, die mit uns frühstücken möchten, bis 7.30 Uhr anwesend sind. Während der Mahlzeiten sollte kein Bringen oder Abholen stattfinden, da dies eine ruhige Mahlzeit verhindert. Das Abholen in der Zeit des Mittagsschlafes ist nur in dringenden Ausnahmefällen möglich. Die Türklingel wird in diese Zeit abgestellt, um einen ruhigen, ungestörten Schlaf zu gewährleisten. In dieser Zeit bin ich nur telefonisch zu erreichen.
 

15. Mahlzeiten

Ein geschickt ausgewähltes Speisenangebot beeinflusst langfristig die Essgewohnheiten der Kinder. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, aber auch Fleisch und Fisch versorgen den Körper mit allen lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Deshalb lege ich auf eine gesunde und abwechslungsreiche Kost viel Wert.
Bei Kindern ist ein wechselnder Appetit normal, die Kinder werden bei mir angehalten, eine angemessene Portion zu essen, es wird jedoch kein Kind zum Aufessen gezwungen.
Das Mittagessen lasse ich mir von der „Schlemmerinsel“ Inhaberin Nadine Zscheuschler aus Cunnersdorf liefern. Den Speiseplan spreche ich regelmäßig mit Frau Zscheuschler durch, so dass ich auch aktuelle Wünsche und Vorlieben der Kinder berücksichtigen kann.
Das Frühstück, Vesper bzw. Abendbrot bereite ich selbst zu.
In unserer Obstpause am Vormittag biete ich den Kindern auch neue ihnen unbekannte Obstsorten an.
Preise: 
Mittagessen 1,50€ (direkt an Nadine Zscheuschler zu zahlen)
Vesper, Frühstück oder Abendbrot je 0,50€
Obst + Kompott 0,20€
Getränke 0,15€ am Tag
Diese Kosten werden nach Anwesenheit abgerechnet und sind wöchentlich oder monatlich (nach Wunsch der Eltern) an mich zu zahlen.
 
 
 
16. Schlusswort

Den wichtigsten Satz in meinem Konzept möchte ich zum Schluss nennen:
 
Hilf mir,
es selbst zu tun!
 
Dies ist ein Satz von Maria Montessori und soll mein Leitspruch in der Arbeit mit den Kindern sein.
 
 
Für eventuelle Fragen und Anregungen zu meinem Konzept, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.